2 Speläologische Objekte auf der Insel Rab (HR)

Im August 2017 wurde die Insel Rab, in der Kaverner Bucht, spontan für unseren Sommerurlaub gewählt. Wir waren schon öfters auf dieser Insel gewesen, sodass wir die Strände und Buchten dieses Eilands schon kannten. Da meine Freundin zu dieser Zeit hoch schwanger war verbrachten wir die meiste Zeit unseres Urlaubes in Lopar am Sandstrand "Rajska Plaza", dem größten und einem der schönsten Sandstrände Kroatiens.

Da sich diese Seite jedoch nicht mit den schönsten Stränden der Erde auseinander setzt, und ich nicht den ganzen Urlaub cocktail-schlürfend in der Hängematte verbringen wollte, wurden in nächster Nähe 2 interessante speläologische Objekte besucht.

Die "Izvor Jamina", zu Deutsch die Jamina Quelle, und die kleine Höhle "Mladenova Buža".
Beide Objekte wurden über Geocaching gefunden und mit einem etwas schweißtreibenden Sommerspaziergang verbunden. Beide Objekte sind relativ einfach zu finden, da Sie beschildert und direkt an einem Wanderweg liegen. Zuerst wurde die periodische Quelle "Jamina" besucht.
Man folgt hier einfach hinter dem Campingplatz dem Wanderweg entlang des ausgetrockneten Bachbettes bis zur Quelle

Das Infoschild davor gibt uns folgende Informationen, in kroatischer, englischer, deutscher und italienischer Sprache, über dieses Objekt:

"Die Jamina ist eine periodisch auftretende Quelle, die sich an einer Verwerfungszone in den Kreidekalken befindet. Die Quelle ist 8m tief, das Wasser sammelt sich in zerklüfteten kalkigen Hinterlandder Quelle .
Grundwasser: A=Meerwasser B= Süßwasser C=Wasserspiegel"

Wenn es außgiebig regnet steigt der Grundwasserspiegel und aus der Quelle tritt Wasser aus.

Mitte August jedoch, ist der Grundwasserspiegel deutlich niedriger, sodass man nur das Wasser in ca 2m tiefe in einem kleinen See sehen kann.
Die Quelle Jamina im August 2017
Nach der Jamina ging es, dem Wanderweg weiter folgend, leicht bergauf weiter durch ein kleines Tal.
Zuerst noch im kühlenden Schatten des Pinienwalds. Bald jedoch lies ich diesen hinter mit und die pralle Sommersonne lachte auf mich herab. Ich kam auch an ein paar Feigenbäumen vorbei, welche bereits einige leckere Früchte für mich bereit hielten. In einer winzigen Felshöhle am Weg konnten die Überreste von einem Schaf oder Ähnlichem ausgemacht werden. 
Der Weg durch die karge Landschaft

Frische Feigen können direkt von den Bäumen gepflückt werden

totes Getier am Wegesrand
Den Weg immer folgend, erreicht man bald wieder einen kleinen Pinienwald. Hier hat man fast den höchsten Punkt der Tour erreicht. Fast eben geht es weiter Richtung der Höhle "Mladenova Buža".  Kurz vor der Höhle hat man einen schönen Ausblick auf "Rajska Plaza", dem Ausgangspunkt der Tour. Nach einem kurzen, einfachen Abstieg steht man vor dem Höhleneingang, vor dem wieder eine Infotafel aufgestellt ist.



 Neben einen kleinen Plan der Höhle ist folgendes auf der Tafel zu lesen: „Die Höhle hat sich durch Auflösungsprozesse in den Kreidekalken gebildet. Sie hat einen einfachen Grundriss und hat nur sehr wenige Tropfsteine. Die Höhle ist trocken, mit nur stellenweise auftretenden Tropfwasser am Gewölbe.“




Wie man am Plan sieht ist diese Höhle nicht sehr groß. Man kann jedoch bis zum hintersten Teil des Hauptganges aufrecht gehen. Lediglich für die Endkammer muss man auf allen Vieren kriechen. In der Endkammer führt ein Mini-Schacht nach unten sowie ein Mini-Kamin nach oben. Dieser Teil dürfte auch der aktivste der ganzen Höhle sein. Jedoch Mitte August war kein Tropfen Wasser auf den  ausgetrockneten Tropfsteinen zu finden. Leider hab ich keinen ganzen Tropfstein ausmachen können, da alle abgebrochen waren. Schade eigentlich. 

Höhleneingang der Höhle "Mladenova Buža"
Hauptgang der Höhle


minimale trockene Versinterungen
minimale trockene Versinterungen

Blick zum Ausgang
Abzweigung zur niedrigeren Endkammer

siebenbenige Spinne
 
die kühleren Temperaturen ausgenutzt
 Ich nutzte noch die kühle Luft in der Höhle bevor ich mich wieder in der sengenden Hitze, über denselben Weg, über den ich gekommen war, zurück zu meiner Hängematte und einem kühlen Bierchen machte. 

Am Rückweg
Die 2 besuchten Objekte sind Teil des Geopark Rab, einem informativen Wanderweg von ca. 20km, welcher Einblicke und Aufschlüsse über die geologischen Gegebenheiten dieser Insel geben.